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Nicht heißer als 220 Grad!

Frenzelit entwickelt neue Plattenlösung zur thermischen Isolierung von Schiffsmotoren


Neuheit zur thermischen Isolierung von Frenzelit: Insbesondere für die Einkapselung von abgasführenden Komponenten bei Schiffsmotoren hat Frenzelit die Isolationsplatten Isotherm 800 CG entwickelt, die in einem Nadelvliesprozess hergestellt werden. Die exakt ineinander gefügten Platten sorgen dafür, dass vorgeschriebene Oberflächentemperaturen am Motorgehäuse eingehalten werden, damit sich bei auftretenden Leckagen die austretenden Medien wie Dieselkraftstoff, Öl oder Hydraulikflüssigkeiten auf heißen Oberflächen nicht entzünden können.

Bei großen Container- und Frachtschiffen, aber auch Kreuzfahrtschiffen gilt bezüglich der thermischen Isolierung am Motor seit 2014 die weltweit verbindliche SOLAS-Richtlinie SOLAS220 (International Convention for the Safety of Life at Sea). Sie besagt, dass Oberflächen im Motorraum nicht heißer als 220 Grad Celsius werden dürfen, um die Entzündungsgefahr eventuell austretender Flüssigkeiten zu reduzieren. Zahlreiche Dieselantriebsmotoren müssen dazu umgerüstet und thermisch isoliert werden, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

 

Passgenaue Isolationsplatten nach CAD

Für diese Retrofit-Projekte stellt die Frenzelit GmbH, Spezialist für Dichtungen, Technische Textilien und hochtemperaturbeständige Isolationen, Isolationsplatten in einem speziellen Nadelvliesprozess her. Zunächst entsteht aus einem Fasergemisch ein Vlies mit einem hohen Raumgewicht, das in einem Pressvorgang zu einer Platte konvertiert wird, die sich mechanisch passgenau bearbeiten lässt. Bisher wurden für die thermische Isolierung heißer Bereiche am Motor verformbare Isolierkissen genutzt, die jedoch nie optimal eingepasst werden konnten, Hohlräume innerhalb der Einhausung bildeten und auch den starken Vibrationen und Belastungen nicht lange standhielten. Sebastian Kühn, Key Account Manager bei Frenzelit, erläutert die Vorteile der Isolationsplatten gegenüber der Kissenvariante: „Unsere Platten werden exakt nach CAD-Vorgaben des Kunden gefertigt und mechanisch angepasst. Sie lassen sich dann wie Puzzleteile in Metallrahmen des Kunden einfügen. Damit minimiert sich das Risiko beim Verbau gegenüber den Kissen enorm, weil alles exakt zueinander passt und aus den einzelnen Metallrahmen eine abgeschlossene Einkapselung gebaut wird.“ Alle Materialien, die Frenzelit im Bereich Schiffbau verwendet, entsprechen der Schiffsausrüstungsrichtlinie Marine Equipment Directive 2014/90/EU Module D.

 

Lange Fasern für hohe mechanische Beständigkeit

Die neue technische Lösung wurde beim Kunden in Dauerläufen von 3.000 Stunden getestet und hielt unbeschadet stand. Die extreme Vibrationsbeständigkeit liegt in der Faserlänge der Isolationsplatten – Fasern von 40 bis 80 mm Länge – begründet. Der Kunde schätzt zudem das unkomplizierte Handling dank des geringen Gewichts, die Gleichmäßigkeit sowie den leichten Verbau auch auf engstem (Maschinen-)Raum. Nicht zuletzt ergibt sich dank kürzerer Umbauzeiten auch eine große Kostenersparnis, da das Schiff viel schneller wieder im vollen Einsatz sein kann.


Weitere Informationen unter: prnoSpam@frenzelit.com I Phone: +49 9273 72-240

 

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Bild 1: Im internationalen Seeverkehr werden Retrofit-Lösungen für die Einhaltung der SOLAS220-Richtline immer wichtiger; manche Häfen erlauben die Einfahrt nur mit entsprechendem Nachweis. Bild: © Frenzelit GmbH
Bild 2: Konventionelle Einhausung der Abgasleitung im Maschinenraum – oft beinhalten diese Einhausungen Isolierkissen, die aber nur bedingt mechanisch belastbar und anpassbar sind. Die Folge sind Hohlräume und eine ungleichmäßige thermische Isolation.
Bild 3: Isotherm 800CG erlaubt eine einfache Montage und eine gleichmäßige Isolationswirkung dank hoher mechanischer Belastbarkeit und Passgenauigkeit. Bild: © Frenzelit GmbH
Bild 4: Isotherm 800CG kann durch mechanische Bearbeitung exakt auf die CAD-Vorgaben des Kunden angepasst werden. Bild: © Frenzelit GmbH